Die Geschichte der Burg Kerpen
Die Ruine der ehemaligen Wasserburg liegt landschaftlich schön inmitten des breiten Talgrunds der Ill direkt hinter dem Illinger Ortszentrum.
Während Illingen als „Letoltingos“ bereits im 9. Jahrhundert belegt ist, gelangten die Herren von Kerpen, die sich nach ihrem Stammsitz bei Hillesheim in der Eifel nennen, erst Anfang des 14. Jahrhunderts mit der Heirat Dietrichs IV. von Kerpen mit Geneta von Warsburg ins heutige Saarland.
Diese Dame war in erster Ehe mit Arnold von Sierck verheiratet gewesen, der im 12. Jahrhundert den Bau der Wasserburg initiiert haben mag. Gut möglich ist jedoch, dass bereits Arnold von Sierck auf Vorgängerbauten zurückgreifen konnte, denn obwohl der kleine Bergvorsprung, auf dem die St. Stephanuskirche steht, wohl der ältere Teil Illingens ist, bot auch die häufig versumpfte Landschaft des Illtals schon früh einen guten Ansatzpunkt für eine Burganlage. 1351 ist die Burg erstmals ganz im Besitz der Herren von Kerpen, als Dietrich V. von Kerpen erklärt, die Burg zu Ildingen sei alter Besitz der Grafen von Saarwerden, den er von ihnen zu Lehen habe. Im 16. Jahrhundert folgten jenen in der Lehnhoheit die Grafen von Nassau-Saarbrücken